Hinweise rund um das Fahrrad
Infos rund um die Mitnahme des Drahtesels.
Nicht immer kommt man vom Dorf auf dem Lande zur nächsten Kleinstadt mit Bushaltestelle oder zum nächsten Bahnhof. Und zu Fuß würde es viel Zeit und viele Paare Schuhe kosten. Darum ist eine Idee, zum Fahrrad zu greifen. Aber stehen lassen am Bahnhof möchte auch nicht jeder - also nimmt man es gleich mit.
Wo und wie das geht, erfahren Sie hier.
Anschließen am Bahnhof
An fast jedem Bahnhof, und sei er noch so klein, gibt es Fahrradstellplätze. Hier kann man das Rad anschließen. Nur besteht einigerorts die Gefahr, dass das Rad zum Zeitpunkt der Rückkehr nicht mehr bzw. nur noch in wenigen Einzelteilen vom Halter aufgefunden wird. Darum bieten die Eisenbahnunternehmen die Möglichkeit, das Rad auch mitzunehmen.
Mitnahme im Zug
In jedem Regionalzug und in jeder S-Bahn gibt es speziell gekennzeichnete Mehrzweckbereiche, in denen Fahrräder, Gepäck, Rollstühle und Kinderwagen Platz finden. Eine Mitnahmegarantie von Fahrrädern besteht laut VBB-Tarif übrigens nicht. Sollten Kinderwagen und Rollstühle den Platz beanspruchen, so ist diesen Fahrgästen der Fahrradstellplatz anzubieten. Gegebenenfalls entscheidet das Zugpersonal über die Mitnahme.
Die Mitnahme in den Zügen ist, vor allem in den kleinen Dieseltriebwagen, begrenzt. Bereits kleinere Gruppen mit Rädern sollten ihren Fahrtwunsch rechtzeitig anmelden. Gern hilft auch der VBB weiter unter Telefon 030 - 25414141 oder info@vbbonline.de.
Auch in der Berliner U-Bahn können an den Wagen-Enden Räder mitgenommen werden. Außer an der Spitze des Zuges, da dort die Tür zum Fahrerraum blockiert würde.
Stark nachgefragt sind vor allem am Wochenende und an Feiertagen all die Regionalzüge, die in Richtung Ostsee oder sonstige weitere Strecken fahren und dort gar noch Anschluss an weitere Himmelsrichtungen haben, z.B. in Richtung Magdeburg (RE1), Stralsund (RE3, RE5), Elsterwerda (RE3), Wismar (RE4), Wittenberg und Falkenberg (Elster) (RE5).
Wenn möglich, nutzen Sie bitte den jeweils anderen Takt dieser Linien.
Wie viele Fahrradstellplätze in den Zügen den Bahnlinien in Berlin und Brandenburg zur Verfügung stehen, erfahren Sie .: hier.
Mitnahme in Tram, Bus und Fähre?
Unterschiedlich. In den Straßenbahnen in Berlin und Potsdam ist die Mitnahme beispielsweise erlaubt, in den Stadtbussen allerdings nicht. In den Straßenbahnen und Bussen in der Stadt Brandenburg an der Havel ist die Mitnahme am Wochenende gar kostenlos.
Am besten ist es, wenn man sich bei den Verkehrsunternehmen direkt erkundigt, wenn man eine gewünschte Fahrverbindung ermittelt hat. Oder beim VBB den Fahr(rad)wunsch äußern.
Preise für die Mitnahme
Innerhalb der Städte mit ABC-Tarifbereichen kann für ein Fahrrad ein "Einzelfahrausweis Fahrrad", eine "Kurzstrecke Fahrrad" oder - bei mehreren Fahrten - auch eine "Tageskarte Fahrrad" gekauft werden.
Für Fahrten im Wabentarif, z.B. von Berlin nach Cottbus, ist für eine Fahrt eine Fahrradkarte zu lösen, die dann als Einzelfahrt gilt (d.h. keine Rück- und Rundfahrten). Die VBB-Fahrradkarte kostet 2,80 €. Wer den ganzen Tag in den Nahverkehrszügen Fahrräder mitnehmen möchte, kann dies mit einer DB-Fahrradkarte tun. Sie kostet 4,50 €. Wer sein Rad auch in U-Bahn, Tram und Brandenburger Bussen (sofern erlaubt) mitnehmen möchte, kann eine "VBB-Tageskarte Fahrrad Gesamtnetz" lösen, sie kostet 5,00 €
Wer sein Rad häufiger mitnimmt, kann eine Fahrradmonatskarte kaufen, mit der das Fahrrad so oft wie gewünscht innerhalb des bezahlten Monats mitfahren kann.
Die Deutsche Bahn AG bietet ebenfalls eine Fahrradkarte für den Nahverkehr (Regionalzüge [auch die der Privatbahngesellschaften] und S-Bahnen) zum Preis von 4,50 Euro an. Sie gilt den ganzen Tag lang bis 3.00 Uhr des nächsten Morgens. Der Fahrgast selbst kann mit einem DB- oder VBB-Fahrausweis unterwegs sein!
Wer sein Rad also nur in Regional- und S-Bahn-Zügen mitnehmen möchte, ist mit dieser DB-Fahrradkarte fast immer besser beraten. So kostet eine Fahrradtageskarte des VBB für den Bereich Berlin ABC bereits 4,70 €.
Räumlich gilt diese DB-Fahrradkarten nicht nur in Berlin und Brandenburg, sondern in allen Nahverkehrszügen bundesweit.
Die genannte DB-Fahrradkarte für den Nahverkehr ist an den DB-Automaten sowie in den DB-Verkaufsstellen und Reisebüros mit DB-Lizenz erhältlich, auch an den Automaten der Berliner S-Bahn, aber nicht unbedingt in den Zügen der Privatbahnen und nicht an Verkaufsstellen/Automaten, die ausschließlich den VBB-Tarif anbieten.
Wer mit dem Schönes-Wochenende- bzw. Brandenburg-Berlin-Ticket unterwegs ist, kann ebenfalls die DB-Fahrradkarte (4,50 €) für den Nahverkehr lösen, die zusammen mit dem Ticket den ganzen Tag lang, jedoch nur in den Regionalzügen und der Berliner S-Bahn, gilt.
Die Fahrradkarten der DB AG berechtigen zur Fahrradmitnahme bis Szczecin Gl, Slubice, Zasieki, Zgorzelec jeweils über die vorgelagerten Grenzübergänge.
Wer eine Azubi- oder Schülermonats- oder -jahreskarte besitzt, darf in den ABC-Tarifbereichen Berlin, Potsdam und Frankfurt (Oder) kostenlos ein Fahrrad mitnehmen.
Weitere Informationen rund ums Fahrrad stehen hier:
.: www.vbbonline.de - Informationen zum Fahrrad
.: www.vbbonline.de - Fahrpreisübersichten
